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Römertor

Die Anfänge in der Antike

Die ersten Menschen, die im Mainzer Raum siedelten, waren Kelten. Die Geschichte der Stadt selbst beginnt mit den Römern und deren Plan, das römische Reich bis an die Elbe auszudehnen.MogontiacumIm Jahre 13/12 vor Christi Geburt ließ der römische Feldherr Drusus hier ein Militärlager für 12.000 Soldaten errichten.Isistempel Um den Militärstandort entstand Mogontiacum, das zu einer bedeutenden Stadt heran- wuchs. Zeitweise lebten in Mogontiacum bis zu 50.000 Menschen. Man kann sich heute nur schwer vorstellen, wie Mainz in römischer Zeit ausgesehen hat, da nur Weniges erhalten ist.

Navis lusoria

Regelmäßig tauchen bei Bauarbeiten im Stadtgebiet Überreste aus der römischen Vergangenheit auf: Ein spätrömisches Stadttor z.B., zu besichtigen am Original- standort, oder ein Tempel- bezirk, der im Jahre 2000 entdeckt und seither in der Römerpassage präsentiert wird. Das Landesmuseum verfügt über eine bedeutende Sammlung antiker Grabmäler. Einmalig sind die Anfang der 80er Jahre ausgegrabenen Römerschiffe, die im Museum für Antike Schifffahrt gezeigt werden.

 

Frühmittelalter

Die römische Herrschaft endete Mitte des 5. Jahrhunderts in den Wirren der Völkerwanderung. Im Frühmittelalter setzte sich der Erzbischof als Stadtherr durch und bestimmte von da an über 1000 Jahre die Geschicke der Stadt. Er war nicht nur ein bedeutender geistlicher Würdenträger, sondern verfügte auch über ein eigenes Territorium und hatte als Kurfürst und Erzkanzler des Reiches großen politischen Einfluss. Der Mainzer Dom symbolisiert die Bedeutung des Erzbischofs als kirchlicher Würdenträger und weltlicher Potentat. Schon in römischer Zeit gab es eine Bischofskirche, die allerdings nicht erhalten ist.Mainzer KirchenDas heutige Gebäude wurde unter Erzbischof Willigis (975-1011) errichtet, konzipiert vor allem für kirchliche und politische Großveranstaltungen wie Königskrönungen. Bis in unsere Tage hat der Dom sein Aussehen ständig verändert.

Vor allem im 13. und 14. Jahrhundert wurden in Mainz zahlreiche Pfarr- und Stiftskirchen gegründet, viele Orden haben sich hier niedergelassen. Die zahlreichen kirchlichen Gebäude prägen noch heute das Bild der Stadt. Höchst sehenswert ist St. Stephan, gegründet von Erzbischof Willigis Ende des 10. Jhdts. St. Stefan um 1930Der heutige Bau stammt aus dem 12. Jahrhundert.Augustinerkirche um 1930 Marc Chagall hat um 1980 für St. Stephan insgesamt neun Kirchen- fenster gestaltet, die der Kirche einen besonderen Reiz verleihen und Besucher aus aller Welt anziehen.

Im 13. Jahrhundert ließ sich der Augustinerorden in Mainz nieder. Im 18. Jahrhundert ersetzten die Augustiner ihre alte Kirche durch einen prächtigen Neubau, neben St. Ignaz und dem jüngst renovierten St. Peter ein herausragendes Beispiel barocker Kirchenbaukunst in Mainz. Die Augustinerkirche hat einen Großteil ihrer ursprünglichen Ausstattung bewahrt.