Login

31.08.2016 Allgemeine Zeitung (Leserbrief)

Zum 500. Marktfrühstück

Da kann man nur gratulieren - auch wenn wir Stadtführer mit unseren Besuchergruppen manchmal kaum durchkommen. Unsere Gäste können es nicht fassen, wie der Weinstand unserer Winzer im Ostchor der Liebfrauenkirche umlagert wird. Vor der mächtigen Ostfront unseres Domes bringen wir unseren Gästen Mainzer Mentalität nahe. Nein, sie stehen mitten drin, mit einem Gläschen in der Hand, rundherum nur nette Leute (Meenzer eben), und es werden nicht nur Weltprobleme gelöst.

Das bunte Geschehen ist für unsere Gäste fast berauschend, doch wir Gästeführer denken natürlich an Kultur. Nächste Stationen sind unsere Kathedrale und die Altstadt, Pflichtprogramm, deutsche Geschichte, Geschichte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Da muss der Weingenuss noch etwas warten.

Unsere Empfehlung anschließend: "Markt bis 14 Uhr und Weinstand bis 16 Uhr". Ein Stück warme Fleischwurst bei einem der vielen Metzger, ein Brötchen, etwas Senf, ein Gläschen Wein, dazugestellt und mitgeredet - also Weck, Worscht und Woi und e bißche mitgebabbelt. Vielleicht später noch ein Fischbrötchen, dann auf dem Markt einkaufen, noch 'ne Tasse Kaffee. Und zum Schluss ein Gläschen Wein, am besten direkt am Rhoi, am schönen neuen Stand unserer Mainzer Winzer.

Und zum Schluss der Hinweis, "Komme Se wieder mal nach Meenz", denn jetzt überall werden schon die Federweißenstände aufgebaut, dann der Weihnachtsmarkt mit Glühwein und und und...

Werner Lütkemeier, Mainzer Stadtführer