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Gästeführer auf dem Weinmarkt mit Tourismuspreis ausgezeichnet

01.09.2015 Allgemeine Zeitung (Heiko Beckert)Tourismuspreis

Ohne den Gästeführerverband wäre der Tourismus in der Domstadt um vieles ärmer. Davon ist Oliver Sucher, Chef des Verkehrsvereins, überzeugt. Selbst echte Mainzer könnten bei den thematischen Führun- gen – etwa zur Fastnacht, zum jüdischen Magenza oder zum Thema Bierbrauen – unbekannte Seiten der Stadt entdecken. Als Lohn für "das Engagement und die Kreativität", so Bürgermeister Günter Beck (Grüne), überreichte Sucher am Samstagabend auf der RPR1-Bühne des Weinmarkts den Gästeführern den Mainzer Tourismuspreis.

Seit 1980er organisiert

"Das ist nicht nur eine trockene Vermittlung von Wissen", betonte Sucher während der Verleihung des Preises, der zum zweiten Mal vergeben wurde. Zwar hätten die Touren "fast wissenschaftliche" Qualität, könnten aber "auch Spaß machen". Darüber hinaus werde durch die Führungen deutlich, dass Mainz eine freundliche und offene Stadt sei, ergänzte Beck.

VerleihungsurkundeErfreut über die Auszeichnung zeigte sich Nadine Schöpke, Vorsitzende des Verbands. Sie erinnerte daran, dass Mainzer Touristenführer schon seit den 1980er Jahren organisiert sind, aber erst 1994 den Verband als Verein gegründet haben – mit gerade einmal 20 Personen. Im Lauf der Zeit ist das Angebot für Gäste deutlich gewachsen: Mehr als 60 thematische Führungen gibt es heute – sogar auf den Rhein traut man sich. Diese Entwicklung sei nur möglich gewesen, weil ihre Vorgängerin Barbara Rupp und Marlene Hübel Ideen und Energie in den Verband gesteckt hätten, so Schöpke.

Vier Kandidaten

Ursprünglich waren vier Kandidaten im Rennen um die Auszeichnung: Dem Vernehmen nach konnten sich die Gästeführer nur knapp gegen die Initiative Zitadelle, das Open Ohr und den Mainzstrand durchsetzen. "Die, die dieses Jahr auf den hinteren Plätzen sind, sind nicht für ewig ausgeschieden", tröstete Sucher die Unterlegenen.

Eine nette Geste gab es dann noch von den Mainzer Winzern. Die Vorjahrespreisträger luden die Gästeführer – immerhin rund 100 Personen – zu einer Weinprobe ein, um die Auszeichnung mit dem einen oder anderen edlen Tropfen zu feiern.