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Zweitausend Jahre, wo Du gehst und stehst... (Karl Schramm)

römisches BühnentheaterTacitus, ca. 100:
"Mox occultis nuntiis pellexit Britannica auxilia, Batavorum cohortis missas in Germaniam, ut supra rettulimus, ac tum Mogontiaci agentis." (erste schriftliche Erwähnung für die Jahre 69/70)

Hieronymus, ca. 409:
"Mogontiacum, einst eine hochberühmte Stadt, wurde erobert und liegt zerstört, viele Tausende wurden in der Kirche hingeschlachtet…"

Hermann von Konstanz, Anfang 12. Jhdt., über Frankfurt:
"viculus in territorio Moguntinae urbis" (kleines Dorf im Gebiet der Stadt Mainz)

Inschrift vom ehemaligen Hochaltar des Mainzer Doms, 13. Jhdt.:
"Ich bin die goldne Stadt, Mainz mit Namen genannt, Lieblingstochter Romas, der würdigen Mutter der Welt, mit Volk erfüllt und köstlich und heiter gelegen, durch Flüsse, Quell und Luft ganz mit Gesundheit gesegnet; eine Leuchte und Zier bin ich dem Gottesdienste und bevölkert von frommen und gütigen Bürgern, die selten Fehde führen und stets des Friedens Freunde sind: das ist mein Ruhm vor allen Städten der Welt."

1572 Orbis Terrarum

Zeiler, 1632:
"Es wächst ein herrlicher Wein umb die Stadt herumb, welchen man für gar gesund helt... Inwendig ist die Stadt ziemlich finster und hat gar enge Gäßlein. Ist aber ziemlich befestigt und sehr volckreich; sein auch die Häuser groß und weit, aber gar altfränckisch gebawt."

Johann Kaspar Riesbeck, 1783:
"Gerade vor den Augen hat man die Stadt Mayntz, die sich hier mit einer unbeschreiblichen Majestät darstellt. Die unzäligen Schiffe, welche die Rheden derselben bedeken, spiegeln sich, so wie dievielen und prächtigen Kirchentürme im Kristallwasser des Rheins...Die Reize des Anbliks verschwinden, wenn man in die Stadt selbst kömmt. Die Straßen sind finster, enge und auch nicht sehr reinlich."

Blick von den Rheinauen 1793

Jean Paul, 1817:
"In Mainz sieht man sehr schöne Mädchen; im Durchschnitt haben sie alle einen edlen Wuchs, reizende rote Wangen und sehr interessante Gesichtszüge."

Klemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich-Winneburg zu Beilstein, 1833:
"Mainz ist ein fürchterliches Jakobiner-Nest."

Blick von Kastel 1830Luftaufnahme 2010

Ölgemälde 1955Ernst Neger, 1952:
"Wenn ich mir so mei Meenz betracht,
Dann denk ich in meim Sinn,
Mer hats mit Meenz genau gemacht
Wie mit der Stadt Berlin.
Mer hats zerstört, hats zweigeteilt,
Und trotzdem hab ich Mut
Zu glaabe, dass des alles heilt,
Aach des werd wieder gut.
Meenz un Berlin, ihr seid so schee,
Ihr könnt, ihr derft nid unnergehn.
Heile, heile Gänsje..."